A Vessel in a Vessel in a Vessel and So On, 2007
Informationen zum Kunstwerk
- Übersetzter TitelEin Gefäß in einem Gefäß in einem Gefäß und so weiter
- MaterialFarbe auf Holzsockel, Statue einer Piratendame, Martin Luther King, Jr.-Gipsbüste, Holz, Pumpe, Licht und Schokoladensirup
- Maße287,7 x 83,8 x 71,1 cm
- Erwerbsjahr2024
- InventarnummerUAB 1349
- AusgestelltAktuell ausgestellt
- Copyright© Pope.L, Courtesy der Künstler und Mitchell-Innes & Nash, New York, Foto: Dirk Tacke, Museum Brandhorst, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München
Mehr über das Werk
Seit den 1970er-Jahren bis zu seinem Tod 2023 arbeitete Pope.L medienübergreifend mit Performance, öffentlichen Interventionen, Texten, filmischen Arbeiten und Skulpturen. In seinen Werken setzte er oft alltägliche und gewöhnliche Objekte sowie absurde Gesten ein, um mit dem Unbehagen der US-amerikanischen Gesellschaft zu konfrontieren und Kategorien wie Race*, Gender** und Klasse infrage zu stellen. Bei „A Vessel in a Vessel in a Vessel and So On” ist der Kopf einer gefundenen Piratinnenskulptur aus Plastik durch eine vergoldete Gipsbüste von Martin Luther King Jr. ersetzt. Der zentrale Schwarze Aktivist der US-amerikanischen Bürger:innenrechtsbewegung war bereits öfters humorvolle Projektionsfläche von Pope.Ls Werken. Charakteristisch ist auch der Einsatz organischer und essbarer Substanzen wie Mayonnaise oder Erdnussbutter mit ihren sich verändernden Aggregatzuständen sowie körperlichen und gesellschaftlichen Assoziationen. Hier ist es Schokoladensirup, der durch das hohle, zusammengesetzte und kopfüber hängende „Monument” fließt und kontinuierlich auf den Boden des Museums tropft.
* Der englische Begriff ‚race‘ wird hier bewusst beibehalten, da die direkte Übersetzung ins Deutsche als „Rasse“ mit ideologischem Denken besetzt ist und auf eine wissenschaftlich widerlegte biologische Unterscheidung von Menschen verweist. An dieser Stelle ist „Race” als soziales Konstrukt gemeint, wie es ım Englischen gebräuchlich ist.
** Das Wort „Gender” wird für den Verweis auf das soziale, gelebte und gefühlte Geschlecht verwendet, das sich vom biologischen Geschlecht unterscheidet.