Tourmaline: Queering History
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Tourmaline ist Künstlerin, Filmemacherin, Autorin und Aktivistin, die in ihrer Arbeit queere Geschichte neu imaginiert und die Wegbereiter:innen ehrt, die sie geprägt haben. In Erweiterung der Ausstellung „Andy Warhol & Keith Haring. Party of Life“ wird „Pollinator“ (2022) in Kooperation mit dem FILMFEST MÜNCHEN erstmals in Deutschland gezeigt. Es widmet sich der berühmten Künstlerin und trans* Aktivistin Marsha P. Johnson als „Bestäuberin“, deren Vermächtnis von Blüte zu Blüte getragen wird – für das Vergnügen und Wachstum einer Gemeinschaft.
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Untergeschoss
Franziska Linhardt
Tourmalines Filme und Fotografien ehren Protagonist:innen der LGBTQIA+-Bewegung und schreiben gängige Erzählungen und Kulturgeschichten um. Eine von ihnen ist Marsha P. Johnson, die eine ständige Präsenz in Tourmalines Leben und Werk hat. Marsha „Pay It No Mind“ Johnson (1945–1992) war eine Schwarze trans* Frauen-Aktivistin und spielte eine entscheidende Rolle bei den Stonewall-Aufständen von 1969 – der Initialzündung der schwulen Emanzipationsbewegung in New York. Zusammen mit Sylvia Rivera gründete sie die Street Transvestite Action Revolutionaries (STAR), eine der ersten trans* Organisationen in New York. Johnsons Einsatz für diese und viele weitere politische Belange machte sie zu einer Schlüsselfigur für die queere Community bis heute. Obwohl sie längst für ihren Aktivismus und ihre Persönlichkeit bekannt war, porträtierte sie Andy Warhol 1975 anonym in seiner „Ladies and Gentlemen“-Serie. Eines von Warhols zwei Gemälden von Johnson befindet sich in der Sammlung Brandhorst und ist in der Ausstellung „Andy Warhol & Keith Haring. Party of Life“ zu sehen.